Was ist DCC eigentlich?
In der freien Übersetzung aus dem Englischen bedeutet DCC (Digital Command Control) soviel wie Digitale Steuerung.
Bei der herkömmlichen (analogen) Steuerung werden die Lokomotiven durch die Höhe der Fahrspannung am Gleis in der Geschwindigkeit und durch die Polarität der Spannung in der Fahrtrichtung gesteuert. Demzufolge läßt sich pro Gleisabschnitt aber nur eine Lokomotive steuern. Sollen mehrere Lokomotiven gesteuert werden, muß man die Gleisanlage in abschaltbare Abschnitte einteilen.
Bei der Digitalen Steuerung werden die Befehle für die Loks (Geschwindigkeit und Fahrtrichtung) codiert und hintereinander an alle Loks gesendet. In den Lokomotiven befinden sich die Empfänger (Decoder), die aus dem Befehlsstrom nur die Befehle herausfiltern, die für die eigene Lok bestimmt sind. Die Befehle setzt der Decoder um und steuert den Motor der Lokomotive mit der entsprechenden Geschwindigkeit und Fahrtrichtung. Auf diese Art lassen sich auf einem Gleisabschnitt mehrere Lokomotiven unabhängig voneinander steuern. Neben den Befehlen für Geschwindigkeit und Fahrtrichtung bieten die Steuerungen auch die Möglichkeit, Licht und andere Funktionen (z.B. Rauchgeneratoren) für jede Lok einzel ein- bzw. auszuschalten.
Damit auch Sender und Empfänger unterschiedlicher Hersteller problemlos miteinander zusammenarbeiten, muß für die Datenübertragung eine einheitliche Sprache (Codierung) gefunden werden. Dazu gibt es in der NMRA (Amerikanische Modelleisenbahnnormen) eine Arbeitsgruppe, die die Codierungsregeln entwickelt hat. Das System nennt sich NMRA-DCC oder nur DCC. Neben diesem System, das von vielen Herstellern angewendet wird, gibt es auch noch firmeneigene System (z.B. FMS von Fleischmann, Selectrix von Trix und Märklin mit dem Motorola-Format).
Die Informationen auf den Seiten beziehen sich nur auf die Digitalsteuerungen nach dem offenen System NMRA-DCC. Falls Sie Fragen zu den anderen Systemen haben, wenden Sie sich bitte an deren Hersteller.
